Hyundai Ioniq 3: Der neue elektrische Kompaktwagen
Hyundai hat mit dem Ioniq 3 einen neuen elektrischen Kompaktwagen vorgestellt, der in Rüsselsheim im europäischen Technikzentrum entwickelt wurde. Dieser neue Akkumulator-Betriebene Wagen erweitert das Portfolio von Hyundai, das bereits die Modelle Ioniq 9, 6 und 5 umfasst. Der Ioniq 3 positioniert sich im Wettbewerb mit anderen kompakt-elektrischen Fahrzeugen, insbesondere dem VW ID.Polo. Die beiden Modelle weisen bemerkenswerte Ähnlichkeiten in ihren technischen Daten auf, wobei der Ioniq 3 mit einer Länge von 4,16 Metern etwa zehn Zentimeter länger ist als sein Konkurrent. Auch der Radstand des Hyundai mit 2,68 Metern übertrifft den des ID.Polo um acht Zentimeter.
Batterien und Reichweite
Ein entscheidender Vorteil des Ioniq 3 ist die Auswahl an zwei verfügbaren Batteriesystemen, die sowohl einen höheren Energieinhalt als auch eine größere Reichweite als die im ID.Polo bieten. Die Varianten umfassen eine 42,2 kWh-Batterie mit einer Reichweite von 344 km sowie eine 61 kWh-Batterie, die bis zu 496 km Reichweite erreichen kann.
Design und Ausstattung
Das Design des Ioniq 3, das auf der im Rahmen der IAA 2025 vorgestellten Konzeptstudie „Concept Three“ basiert, ist jedoch im Vergleich zur Studie eher gemäßigt und weniger extravagant. Dennoch bleibt eine sportliche Note erhalten, inspiriert vom Veloster. Hyundai fokussiert zunächst auf die sportlichere N Line-Variante des Ioniq 3, die mit 19-Zoll-Felgen ausgestattet ist.
Raumangebot und Praktikabilität
Der Ioniq 3 beeindruckt vor allem durch sein Platzangebot, wo er dem ID.Polo gegenübertritt, der traditionell gute Platzverhältnisse bietet. Beide Fahrzeuge haben ein identisches Kofferraumvolumen von 441 Litern, während der Golf mit nur 381 Litern abfällt. Hyundai unterteilt das Kofferraumvolumen in 322 Liter über dem Ladeboden und eine untere Megabox mit 119 Litern.
Leistung und Technik
Angetrieben wird der Ioniq 3 von einer Elektromotoren-Einheit, die entweder 99,5 kW (135 PS) oder 107,8 kW (146 PS) leistet und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9 bis 9,6 Sekunden ermöglicht. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 170 km/h, mit einem Drehmoment von 250 Nm. Interessant ist die Kombination der Motoren und Batterien: Die kleinere Batterie ist mit dem stärkeren Motor gekoppelt und umgekehrt.
Ladeleistungen
Der Ioniq 3 ist mit einer 400-Volt-Plattform ausgestattet und ermöglicht das Laden mit bis zu 22 kW AC, was bemerkenswert für einen Kompaktwagen ist. An DC-Schnellladestationen können Ladeleistungen von bis zu 110 kW (bei der kleineren Batterie) und 119 kW (bei der größeren Batterie) erreicht werden. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent liegt klassengemäß bei etwa 30 Minuten.
Benutzerfreundlichkeit und Assistenzsysteme
Im Innenraum des Ioniq 3 kommt ein neues Infotainmentsystem namens „Pleos Connect“ zum Einsatz, das auf Android Automotive OS basiert. Hyundai hat erfreulicherweise viele haptische Bedienelemente beibehalten, wodurch die Bedienung erleichtert wird. Zur Ausstattung gehören zahlreiche Assistenzsysteme, wie etwa ein Autobahnassistent und eine 360-Grad-Kamera.
Marktstart und Preis
Die Auslieferung des Ioniq 3 ist für das dritte Quartal 2026 geplant, genau zur gleichen Zeit, als der ID.Polo präsentiert wird. Preislich wird der Einstieg bei rund 27.000 Euro liegen, während die N Line-Variante über 35.000 Euro kosten könnte.
Fazit
Der Hyundai Ioniq 3 bietet durch seine geräumige Kabine, zwei leistungsstarke Batteriesysteme und eine Vielzahl von technischen Raffinessen einen starken Wettbewerb im wachsenden Segment der elektrischen Kompaktwagen. Mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis könnte er eine interessante Option für Käufer darstellen, die auf der Suche nach einem praxisorientierten Elektroauto sind.
